In unserer orthopädisch-unfallchirurgischen Praxis setzen wir sowohl fokussierte als auch radiale Stoßwellen ein, die Funktionsweise und Wirkung sowie die behandelbaren Erkrankungen möchten wir an dieser Stelle erklären.
Grundlage jeder Behandlung ist die genaue Diagnosestellung. Die Stoßwelle wird heute bei folgenden Erkrankungen mit Erfolg eingesetzt:
Seit einigen Jahren wird die Stoßwellenbehandlung nicht nur wie ursprünglich zur Steinzertrümmerung in der Urologie angewendet sonder auch bei o.g. Erkrankungen. Beschwerden am Bewegungsapparat können damit vielfach und unblutig behandelt werden. Eine Operatin wird damit sehr häufig vermieden. Stoßwellen beeinflussen die Zellregeneration, die Dichte von schmerzhaften Nervenfasern und die Zusammensetzung des Bindegewebes an schmerzhaften Geweben.
Zur Therapie von Erkrankungen genutzte Stoßwellen sind sehr starke und kurze Druckwellen. Diese werden auf unterschiedliche Arten erzeugt und in der Behandlung als fokussierte und radiale Druckwellen eigesetzt.
Fokussierte Stoßwellen sind kurzwellige in der tiefe wirksame Wellen, diese werden auf den Krankheitsherd gezielt (fokussiert) eingesetzt. Die Indikationen überschneiden sich häufig mit den radialen Wellen z.B. bei der Kalkschulter oder dem Fersensporn. Sie werden beim Tennisellenbogen genauso wiie bei Knochenbruchfehlheilungen eingesetzt.
Radiale Druckwellen, im allgemeinen Sprachgebrauch auch radiale Stoßwellen genannt, werden mechanisch über ein druckluftgetriebenen, ballistischen Druckwellengenerator erzeugt. Die Eindringtiefe ist nicht so tief wie bei der fokussierten Stoßwelle, kann aber mithilfe der Aufsätze der Gerätes beeinflußt werden. Indikationen sind auch der Fersensporn, die Kalkschulter sowie das Patellaspitzensyndrom. Außerdem werden sie zur Behandlung von Triggerpunkten eingesetzt, damit auch in der Behandlung von chronischen Rückenschmerzen.
Beide Methoden verwenden wir häufig erfolgreich in Kombination miteinander. Die Behandlung dauert ca. 15 min pro Sitzung. Während der Anwendung solltre der Patient die Stoßwellen am Behandlungsort deutlich spühren ohne das ein Schmerz empfunden wird. Die Stärke der Impulse kann hierzu gut angepasst werden und ist von Behandlung zu Behandlung meist verschieden. Wie führen in der Regel eine drei- bis fünfmalige Anwendung im Abstabd von jeweils 7-10 Tagen durch.
Wir setzen in unserer Praxis das neueste und leistungsfähigste Gerät der schweizer Firma EMS ein, das swiss Duoclast. Dieses arbeitet sowohl mit fokussierter als auch mit radiärer Stoßwelle..
Nebenwirkungen sind selten. Es kann örtlich zu kleine Blutergüssen kommen oder Schwellungen die jedoch sehr schnell rückläufig sind. Bei Gerinnungsstörungen oder bei Anwendung verschiedener blutverdünnender Medikamente darf deshalb diese Behandlung nicht durchgeführt werden, auch nicht bei lokalen Infektionen, frischen Verletzungen oder Tumorerkrankungen.
Private Kassen und die Beihilfestellen übernehmen inzwischen im Allgemeinen die Kosten für die fokussierte Stoßwellenbehandlung. Hier wird die GOÄ-Ziffer (Gebührenordnung für Ärzte) 1800 eingesetzt. Dies kommt regelhaft bei der Kalkschulter und dem Fersensporn zur Anwendung, bei anderen Erkrankungen kann dies eine Erinzelfallentscheidung sei und ist vor Beginn der Behandlung ggf. zu erfragen. Wir beraten Sie gerne, vereinbaren Sie dazu einen Termin, auch stellen wir Ihnen hierzu gerne Ihrer Kasse eine Begründung mit den notwendigen Befunden zur Verfügung.
Wir hoffen Ihnen mit diesen Informationen eine Einblick in die Behandlungsmöglichkeiten mit Stoßwellen in unserer Praxis gegeben zu haben, bei weiteren Fragen können Sie sich gerne direkt an uns wenden.